Der Arbeit in Projekten haftet gelegentlich etwas Irrationales und/oder  Künstlerisches an. Der Begriff des Artefakts taucht sowohl in der PM-Literatur als auch der Sprache der Kunst auf. Der Weg zum Artefakt ist zu Beginn weder vollständig bekannt noch frei von Hindernissen.

Ohne Kooperation und Kreativität lassen sich die in Projekten naturgemäß vorhandenen Hindernisse nicht überwinden. Beides lässt sich nicht methodisch herbeiführen. Vielmehr entsteht Kooperation auf einer Basis von Vertrauen. Das Vertrauen vermittelt die nötige Sicherheit um Risikobereitschaft und Kreativität entstehen zu lassen. Menschen, die sich unsicher fühlen, werden eher Absicherung betreiben, statt etwas auszuprobieren. Aber ohne Unsicherheit, die immer ein Risiko beinhaltet, entsteht nichts Neues und nichts Besseres – auch kein Verbessern im Projekt.

Deshalb erfordern Management und Arbeit in Projekten mehr als die Beherrschung von Methoden. Führungsaufgaben in Projekten umfassen weit mehr als die Zuteilung von Arbeit.  Empathie und soziale Fähigkeiten sind von großer Bedeutung.

Im Zusammenklang der sozialen und handwerklichen Aspekten der Projektarbeit kann Virtuosität und die “Kunst des Projekts” entstehen.

Der Themen-Rahmen für unser diesjähriges PMCamp Stuttgart gibt uns viel Raum für provokante Fragestellungen und Diskussionen. So fallen uns Fragen ein, wie: Was ist die Kunst des Projekt-Erfolgs? Wie schaffen wir es, dass Menschen Neues entstehen lassen, neue Wege gehen, sich im Team verbessern? Was machen wir heute immer noch nicht?Warum ist die Fail-Rate, gerade in IT-Projekten, weiterhin hoch – trotz unserer stetigen Bemühungen im Projekt-Management? Was ist die hohe Kunst des Vertrauen-„Schaffens“? usw.