Die Landschaft der Projekt-Management Vorgehensweisen ist zugegebenermaßen nicht gerade übersichtlich – sowohl im klassischen wie auch im agilen Bereich. Von Prince2 zu PMI, von SCRUM zu Kanban zu „NoProcess“ und zurück. Ganz zu Schweigen von der Vielzahl an existierenden Variationen.

So verwundert es nicht, wenn man angesichts der vielen Erscheinungen sich eindringlich die Frage stellt, welche denn nun die richtige Vorgehensweise ist, welche zu meiner Firma, zu meiner Organisation, zu meinen Projekten, zu meinen Menschen paßt? Was sind Indikatoren, daß ich etwas ändern muß und auch kann? Wie erkenne ich, daß eine Vorgehensweise nicht passt? Wann fange ich mit was an? Wie nehme ich wen mit?

Selbst wenn die Entscheidung für eine neue Vorgehensweise getroffen ist, wie verändere ich meine Organisation und seine darin organisch gewachsenen Strukturen und wie bereite ich die zugehörigen Menschen darauf vor? Sind sie alle bereit für diese Veränderung? Soll ich einen revolutionären Ansatz wählen und alles Alte ab dem Tag X über Bord werfen und mit etwas ganz Neuen beginnen oder soll ich einen evolutionären Ansatz wählen, welcher mir einen Übergang schafft – vielleicht auch die Menschen besser abholt? Aber mit welchen Teilen einer neuen Projekt-Management Vorgehensweise beginne ich dann und wie? Auch wenn ich doch weiß, dass bei großem Veränderungsbedarf ein kontinuierlicher Wandel oft nicht funktioniert. Wie könnte der Übergang aussehen? Wie messe ich dann Erfolg? Wie lange braucht es? Welcher Aufwand steckt dahinter?

Fragen über Fragen.

Jeder Weg einer großen Veränderung ist geprägt von Unschärfe und Unsicherheit, und vielfach entstehen die Wege allein schon dadurch, dass wir sie einfach gehen. In diesem Sinne und auch gemäß unserem PMCamp-Kontext „Aus der Praxis in die Praxis“ wollen wir im PMCamp Stuttgart 2017 diese Wege erörtern, diskutieren, evaluieren und vielleicht sogar erstreiten.